Reitanlage Unzeitig Pensions-, Zucht- und Ausbildungsstall in Greifenstein - Beilstein
 
PZA - Beilstein e.V.

Kleine Pony-Schule





 

Futter


Wasser satt
Das wichtigste Futtermittel für Pferde ist flüssig: klares WassertrensePferde haben sehr viel Durst.
In der Regel saufen sie 60-80 Liter pro Tag. Wo keine Selbsttränke vorhanden ist, muss den Pferde
regelmäßig frisches, sauberes Wasser angeboten werden. Halte Tränkeimer und Selbsttränke sauber!
Lass ein erhitztes Pferd erst saufen, nachdem es abgekühlt ist.

Füttern nach Plan
Wie viel Futter ein Pferd braucht, hängt von seiner Größe, seinem Gewicht, seinem
Futterzustand und vor allem von der Leistung ab, die es erbringen muss.

Futtersorten
Kraftfutter:
Hafer, Kraftfutter- Pellets, Mais und Gerste
Raufutter: Heu und Stroh
Saftfutter: Gras, Mohrrüben, Äpfel, Silage, Futter- und Zuckerrüben
Zusatzfutter: Mineralien und Vitamine, Salzleckstein
Belohnungsfutter: Äpfel, trockenes Brot, Mohrrüben und Leckerlies

Bitte Pferde nur mit Einverständnis der Besitzer füttern!

Vorsicht – Giftig!


Um das Pferd vor Vergiftungen zu bewahren, ist es wichtig, die gefährlichsten Giftpflanzen zu kennen.
Natürlich sollte die Weide frei von diesen Pflanzen sein, aber auch im Gelände muss man darauf achten,
dass das Pferd sie nicht frisst. Passiert das trotzdem, muss das Pferd möglichst schnell behandelt werden.
Für den Tierarzt ist eine entscheidende Hilfe, wenn du den Namen der gefressenen Pflanze kennst.

Die Pflege

Regelmäßige, ausgiebige Körperpflege ist für ein Pferd sehr wichtig. Nur ein sauberes, gepflegtes
Fell bleibt gesund. Durch nicht entfernten Schmutz und Schweiß entstehen Druckstellen beim Reiten,
auch Parasiten können sich im ungepflegten Fell eher einnisten.



Mähnenkamm (1)
Ein grobzinkiger Kamm, mit dem man vorsichtig
Mähne und Schopf kämmt.

Nadelstriegel (2)
Auch zum Striegeln geeignet, aber auch für die Mähne. Wichtig:
Beim Kämmen sehr vorsichtig vorgehen,
da sonst Haare herausgerissen werden.

Wurzelbürste (3)
Kann man zum Abbürsten des gröbsten Schmutzes und zum Reinigen
der Beine benutzen.


Hufkratzer (4)
Damit reinigt man vorsichtig die Hufe mit Ausnahme des Strahls in der Mitte.
Hat der Hufkratzer am
Ende eine Bürste, kann man damit gleich den gelösten
Schmutz abbürsten.


Kardätsche (5, 9)
Eine eher weiche Bürste, mit der man den Kopf unter Auslassung der empfindlichen
Stellen (Augen, Nüstern)
bürstet. Außerdem entfernt man damit den von dem Striegel
gelösten Staub, Haare und Schmutz am
ganzen Körper.

Gummistriegel (6)
Damit entfernt man in kreisenden Bewegungen den Schmutz aus dem Fell.
Einsatzbereich: der gesamte Körper,
nur Beine und Kopf werden damit nicht bearbeitet.

Schweißmesser (10)
Hat man sein Pferd abgeduscht, kann man damit das Wasser vom Fell abstreifen,
aber nicht an Kopf
und Beinen. Dort leistet ein Handtuch bessere Dienste.

Die Trense


Der Sattel




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Hufschlagfiguren

Niemand sieht sie, aber dennoch sind sie vorhanden. Hufschlagfiguren sind festgelegte gerade und gebogene, schlangen- oder kreisförmige Lauflinien und Wendungen, die in der Reitbahn geritten werden. Sie sollen den Trageapparat des Pferdes gymnastizieren und elastischer machen und den Reiter zu einwandfreier Hilfengebung bringen.
Das Ziel ist die Beherrschung des Pferdes. Je sauberer die Hufschlagfiguren ausgeritten sind, desto vollkommener sind auch die Hilfen des Reiters. Die offene Bahn ist nach einiger Zeit von größerem Nutzen, weil der Reiter trotz ablenkender äußerer Einflüsse dem Pferd den nötigen Gehorsam abverlangen und auch mit unvorhergesehenen Situationen fertig werden muss, die im Gelände stets auftreten können.

Die folgenden Hufschlagfiguren sind alle im normalen Dressurviereck 20x40m abgebildet, können aber genauso im Dressurviereck 20x60m geritten werden. Es sind dann nur längere Wege erforderlich.

Ganze Bahn
Beim Reiten auf der ganzen Bahn vor allem auf das saubere Ausreiten der Ecken achten. Dies ist die Voraussetzung für die korrekte Ausführung der Hufschlagfiguren.


Durch die Länge der Bahn wechseln

Ein Handwechsel von der Mitte der kurzen Seite zur Mitte der gegenüberliegenden kurzen Seite. In der Dressuraufgabe lautet es dann: A-X-C oder C-X-A Durch die Länge der Bahn wechseln.


Durch die ganze Bahn wechseln
Auf der Diagonalen von Wechselpunkt zu Wechselpunkt die Hand wechseln. Dabei nicht vergessen, vorher und nachher, die Ecken ganz auszureiten.
In der Dressuraufgabe lautet es dann: H-X-F/F-X-H oder M-X-K/K-X-M Durch die ganze Bahn wechseln.


Halbe Bahn

In Dressuraufgaben heißt es manchmal auch statt "halbe Bahn": Mitte der langen Seite rechts (links) um, bei Erreichen der langen Seite rechts (links) um.


Durch die Hälfte der Bahn wechseln
Ein Handwechsel von der Mitte der langen Seite zur Mitte der gegenüberliegenden langen Seite. In der Dressuraufgabe lautet es dann: E-X-B oder B-X-E Durch die Hälfte der Bahn wechseln.


Durch die halbe Bahn wechseln
Ein diagonaler Handwechsel vom Wechselpunkt nach der ersten Ecke der langen Seite zur Mitte der gegenüberliegenden langen Seite. In der Dressuraufgabe lautet es dann: F-X-E ; M-X-E ; K-X-B oder H-X-B Durch die halbe Bahn wechseln.


Doppelte Schlangenlinie
Bei der doppelten Schlangenlinie ist die weiteste Entfernung vom Hufschlag 2,50 m. In der Dressuraufgabe lautet es dann: M-F / F-M oder K-H / H-K Doppelte Schlangenlinie an der langen Seite.


Schlangenlinien durch die Bahn, vier Bögen
Nach jedem Bogen erst geradeaus reiten, dann das Pferd umstellen und umsitzen. In der Dressuraufgabe lautet es: F-X-E ; M-X-E ; K-X-B oder H-X-B Schlangenlinien durch die Bahn, 4 Bögen


Auf dem Zirkel geritten
Nicht in die Ecken reiten, sondern nur an den Zirkelpunkten und Mitte der kurzen Seite den Hufschlag erreichen, sonst wird's eckig. In der Dressuraufgabe lautet es: A-X-A oder C-X-C Auf dem Zirkel geritten.


Auf dem Mittelzirkel geritten
Der Mittelzirkel ist eine der schwierigsten Hufschlagfiguren, da man nur 2 sichtbare Zirkelpunkte an der langen Seite als Hilfe hat. In der Dressuraufgabe lautet es: B-E-B oder E-B-E Auf dem Mittelzirkel geritten. Durch den Zirkel wechseln Ein Handwechsel innerhalb eines Zirkels durch eine Schlangenlinie von Zirkelpunkt zu Zirkelpunkt mit Umstellen und Umsitzen über dem Mittelpunkt des Zirkels.


Aus dem Zirkel wechseln
Diese Figur ist eine große Acht. Das Pferd über dem Mittelpunkt deutlich geradestellen u. dann sauber umstellen u. umsitzen. In der Dressuraufgabe lautet es: A-X-C oder C-X-A Aus dem Zirkel wechseln.


Durch den Zirkel wechseln
Ein Handwechsel innerhalb eines Zirkels durch eine Schlangenlinie von Zirkelpunkt zu Zirkelpunkt mit Umstellen und Umsitzen über dem Mittelpunkt des Zirkels.


Volte
Die Volte wird als ein Kreis mit einem vorgeschriebenen Durchmesser (10, 8 oder 6m) geritten. Der Kreisbogen sollte nur einen Hufschlag aufweisen.
In der Dressuraufgabe lautet es dann: K-E Volte (10m) - Marsch.


Acht
Eine Acht reitet man, indem man Mitte der langen Seite eine halbe Volte macht, dann in die andere Richtung eine ganze Volte und daran einen erneuten Handwechsel mit einer halben Volte anschließt. Wird in Dressuren nicht gefordert.


Aus der Ecke kehrt / Kehrtvolte
Die Kehrtvolte entspricht in ihrem ersten Teil einer halben Volte, danach gerade zum Hufschlag zurückreiten und erst dann das Pferd umstellen.
In der Dressuraufgabe lautet es dann: M Aus der Ecke kehrt (8m)


Viereck verkleinern & vergrößern
Das Pferd wird vom Wechselpunkt aus vorwärts-seitwärts in die Bahn geführt, auf Höhe der B-X-E Linie 3 Tritte geradeaus gestellt und wieder genauso zurück.
In der Dressuraufgabe lautet es dann: F-M An der nächsten langen Seite Viereck verkleinern und vergrößern.



Kleines Wörterverzeichnis

A
Abreiten – Reitübung am Anfang der Reitstunde und vor Prüfungen, um die Muskulatur des Pferdes zu lockern. Man nennt dies auch Lösen des Pferdes. Vor Springprüfungen zusätzlich mit Trainingssprüngen.

Anlehnung – die ständige weiche Verbindung zwischen der Hand des Reiters und dem Pferdemaul über die Zügel.

Annehmen – Verstärken des Gebissdrucks im Pferdemaul durch Einwärtsdrehen einer oder beider Zügelhände. Die annehmende Hand muss auch immer wieder nachgeben.

Anreiten – a) Das stehende Pferd in Bewegung setzen durch Kreuzanspannen und Schenkeldruck, besonders bei Beginn von Dressurprüfungen; b) Ausbildungsphase beim jungen Pferd; c) Zusammenprall zweier Jagdreiter, wenn ein Reiter sein Pferd nicht beherrscht. Bedeutet einen schweren Verstoß gegen die Regeln.

Arbeitstempo – Normales, natürliches Tempo bei allen Gangarten zum Lösen der Pferde, bei der Ausbildung junger Pferde und für Reitanfänger.

Aufnehmen – a) Temporegulierung, Tempoverringerung durch Kreuz-, Schenkel- und Zügelhilfen, besonders bei Springpferden zwischen den Hindernissen, damit das Pferd nicht zu flach springt; b) Trächtig-werden einer Stute nach dem Deckakt ("Die Stute hat aufgenommen").

Außengalopp – "falscher Galopp": Das Pferd greift nicht mit dem inneren, sondern mit dem äußeren Vorderbein am weitesten vor. Häufiger Fehler bei Reitanfängern durch falschen Sitz und ungenaue Hilfen. Bei schweren Dressurprüfungen dagegen Teil der Prüfungsaufgaben!

Aussitzen – Sitzenbleiben beim Trab, wobei der Reiter in der Bewegung des Pferdes mitschwingt. Wer geworfen wird, sitzt meist falsch.

D

Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) – Spitzenorganisation des deutschen Pferdesports mit den Hauptabteilungen Sport und Zucht. Internationale Abkürzung FN = Fédération Equestre Nationale. Sitz ist Warendorf/Westfalen.

Deutsches Reitabzeichen – Verleihung durch die FN nach einer praktischen und einer theoretischen Prüfung. Gibt es für Jugendliche und für Erwachsene jeweils in Bronze und in Silber. Voraussetzung zur Turnierteilnahme. In Gold nur auf Grund von Turnier- bzw. Rennerfolgen.

Dressur – die systematische Ausbildungs- und Trainingsarbeit des Pferdes zum Reiten und/oder Fahren, bei der seine natürlichen Anlagen gefördert werden sollen. Ziel ist ein ausgeglichenes, schwungvoll gehendes und gehorsames Pferd.

Dressurviereck – Sand- oder Rasenbahn mit international festgelegten Abmessungen 20 x 40 oder 20 x 60 m und Buchstabenkennzeichnung für Dressurprüfungen.

Druckstellen – Anschwellung oder offene Wunde, die z.B. durch Schmutz in der Sattellage des Pferdes oder durch verschmutzten Sattel entsteht, ebenso durch schlechten Sitz des Sattels, des Reiters oder des Gurtes (Satteldruck, Gurtendruck). Druckstellen des Pferdes müssen völlig ausgeheilt sein, bevor das Pferd wieder geritten werden darf.

E

Einstreu – besteht aus Stroh, Torf oder Sägemehl. Wird auf den Boden der Box aufgeschüttet. muss täglich gesäubert bzw. erneuert werden.

F

Fang – seitliche Begrenzung eines Hindernisses. Für einen umgefallenen Fang gibt es keine Strafpunkte.

Fesselbehang – auch Kötenbehang = Schutzhaare an den Hinterseiten des Fesselgelenks, die auch Köten genannt werden.

Freizeitreiten – im weitesten Sinne jede Art von Reiten ohne Wettbewerbsabsicht, z.B. auch Wanderreiten. Auch Freizeitreiten erfordert zumindest eine Grundausbildung für Reiter und Pferd.

Fußfolge – der Bewegungsablauf in den Gangarten.

G

Galopp – schnellste Gangart des Pferdes, Fußfolge im Dreitakt. Tempi: Arbeitsgalopp, Versammelter Galopp, Mittelgalopp, Starker Galopp. Sonderform: Renngalopp.

Gangarten - Neben den Grundgangarten gibt es vor allem den Tölt (Viertakt) und den Pass (Zweitakt), vorwiegend bei Islandpferden. Paso Llano und ähnliche Gangarten sind ebenfalls auf bestimmte Rassen bzw. Gebiete begrenzt, z.B. Südamerika.

Gebiss – Teil der Zäumung, die im Pferdemaul liegt und Druck auf den Unterkiefer ausübt. Aus Metall oder Gummi. "Weiche" Arten: Wassertrense, Olivenkopftrense mit "gebrochenem", d.h. Beweglichem Mittelteil. Andere Formen sind z.B. Kandaren- und Pelhamgebisse.

Geländereiten – bringt Erholung und Abwechslung für Reiter und Pferd, fördert Ausdauer und Balance.

Geländeritte – Wettbewerbe, bei denen einzeln oder in Gruppen eine Geländestrecke mit festen Hindernissen in einer vorgegebenen Zeit zurückgelegt werden muss.

Grundgangarten – Schritt, Trab und Galopp.

Gymnastizierung des Pferdes – Geschmeidig-machen des Pferdes durch sinnvoll aufgebautes Training, z.B. Cavaletti-Arbeit.

H

Halfter – Zaum ohne Gebiss, an dem das Pferd angebunden oder geführt wird (= Stallhalfter).

Halten – Durchparieren des Pferdes aus der Bewegung zum Stehen.

Hand – Man reitet "auf der linken Hand" oder "auf der rechten Hand; damit meint man normalerweise die Seite des Reiters, die zur Bahnmitte zeigt. Arbeit an der Hand: Ausbildung des Pferdes ohne Reiter, z.B. Longieren.

Hilfen – die Einwirkung des Reiters auf das Pferd mit Gewicht (Kreuz), Schenkel und Zügel. Es gibt treibende Hilfen und verhaltende Hilfen. Stimme, Gerte und Sporen sind "künstliche" Hilfen.

Hilfszügel – z.B. Martingal, Ausbindezügel. Nur zum Gebrauch bei der Ausbildung oder zur Korrektur des Pferdes, kein Ersatz für mangelndes reiterliches Können!

Hosen – Muskelpartie der Hinterhand des Pferdes von der Kruppe bis zum Unterschenkel. Bei gut gymnastizierten Pferden deutlich ausgebildet.

Hufbeschlag – Aufbringen von Eisen auf den Pferdehuf – nur durch geprüften Hufschmied – zur Schonung und eventuellen Korrektur des

Hufes bzw. Pferdebeins. Muss alle 6-8 Wochen erneuert werden.

Hufpflege – die tägliche Reinigung der Hufe vor und nach dem Reiten, bei Bedarf Waschen und Einfetten.

Hufschlag – die Reitwege in der offenen oder überdachten Reitbahn.

Hufschlagfiguren – vorgeschriebene gerade oder gebogene Reitwege in der Bahn, z.B. Halbe Bahn, Schlangenlinien, Volten.

J

Jagdreiten – Gemeinschaftliches Reiten im Gelände über natürliche und aufgebaute feste Hindernisse auf vorgegebener Strecke, oft hinter einer Hundemeute.

Jodhpurs – lange Reithosen mit Stiefeletten.

K

Klassen – Einteilung der Pferdeleistungsprüfungen (Wettbewerbe oder Turniere) nach Schwierigkeitsgraden in den Kategorien C, B und A. Kat. C: Klasse = Eingangsklasse, Klasse A = Anfangsklasse. Kat. B: Klasse L = Leicht, Klasse M = Mittelschwer. Kat. A: ebenfalls M und Klasse S = Schwer.

L

Leichttraben – erfolgt in der Bahn immer auf dem inneren Hinterfuß, d. h., wenn dieser nach vorne schwingt, hebt sich der Reiter leicht aus dem Sattel. Beim Handwechsel wird umgesessen.

Longieren – Bewegen und Arbeiten des Pferdes an einer 7-10 m langen Leine, der Longe, meist ohne Reiter. Wird angewendet zur Ausbildung junger Pferde, zur Korrektur, zur Gymnastizierung.

M

Matratze – feste, wärmende Unterlage in der Pferdebox aus präpariertem Torf oder Sägemehl und Stroh. Wird nur ca. 2X jährlich gewechselt. Feuchte Stellen und Mist müssen täglich entfernt werden.

Military – frühere Bezeichnung für die Großen (also die schweren) Vielseitigkeitsprüfungen.

P

Parade – verhaltende Zügelhilfe im Zusammenwirken mit den treibenden Hilfen. Halbe Parade z.B. zum Verlangsamen des Tempos und zum Übergang in eine langsamere Gangart. Ganze Parade – nur nach halben Paraden - zum Halten.

Parcours – der vorgeschriebene Reitweg bei Springprüfungen.

Pferdewirt – staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit den vier Richtungen Pferdezucht und -haltung, Reiten, Rennreiten, Trabrennfahren.

Pony – a) Bezeichnung für urtümliche, robuste kleinere Pferderassen. b) Im Sport Einteilungsschema für alle Pferde unter 148 cm Stockmaß.

Putzen – Pflege des Pferdes zu seiner Gesunderhaltung. Dazu gehört die Fellpflege, die Hufpflege, das Säubern der Augen und der Nüster, der Aftergegend und der Geschlechtsteile mit (verschiedenen) Schwämmen, Verlesen oder Waschen des Schweifs, auch Trockenreiben eines nassen Pferdes.

R

Reiterpass – Nachweis über Grundkenntnisse im Reiten und in der Pferdehaltung. Wird nach einer Prüfung vergeben.

Reitweise – Die kontinentale oder klassische Reitweise ist aus dem militärischen Reiten hervorgegangen. Der Westernstil dagegen beispielsweise wurde von den nordamerikanischen Rinderhirten, den Cowboys, übernommen. Sie unterscheidet sich im Sitz, in der Zügelführung und den Hilfen.

S

Schritt – Ruhige Gangart im Viertakt. Am langen oder hingegebenen Zügel wird der Freie Schritt geritten, bei dem das Pferd weit ausschreiten und sich strecken und dehnen kann, zur Erholung und Entspannung. Tempi: Mittelschritt, Versammelter Schritt, Starker Schritt, Freier Schritt.

Sitz – die Haltung des Reiters im Sattel. Der richtige Sitz ist erforderlich für eine wirkungsvolle Hilfegebung. Beim Dressurreiten sitzt der Reiter korrekt im tiefsten Punkt des Sattels, aufrecht und unverkrampft. Anders wird gesessen beim Leichttraben, Jagd- oder Geländesitz (im Galopp), im Remontesitz bei der Ausbildung eines jungen Pferdes (=Remonte), beim Springen, im Rennsitz.

Spaltsitz – Unkorrekter Dressursitz, bei dem der Reiter den Oberkörper zu weit nach vorne neigt.

Stockmaß – die Höhe des Widerrists, gemessen mit einem Zentimeterstab. Allgemein gebräuchliche Größenangabe für Pferde.

Stuhlsitz – Unkorrekter Sitz, bei dem die Unterschenkel des Reiters zu weit vorn liegen und der Oberkörper meist nach hinten gelehnt ist.

T

Takt – die gleichmäßige, deutlich abgegrenzte (reine) Fußfolge in allen Gangarten.

Taxieren – den (richtigen) Ort und Zeitpunkt für den Absprung vor einem Hindernis herauszufinden.

Tempo – (Mehrzahl: Tempi) oder Gangmaß ist die Geschwindigkeit in den einzelnen Gangarten, z.B. Mitteltrab usw. Das Tempo kann verkürzt oder verstärkt werden, das bedeutet, dass die Schritte bzw. Sprünge kürzer oder länger werden.

Trab – Gangart im Zweitakt. Tempi: Arbeitstrab, Versammelter Trab, Mitteltrab, Starker Trab.
Versammlung – Das Pferd tritt mit den Hinterbeinen stärker unter und entlastet dadurch die Vorderbeine. Die Tritte werde kürzer und deutlicher abgesetzt. Der Reiter "versammelt" das Pferd durch treibende Hilfen in die stehende, ruhige Hand. Je besser Reiter und Pferd ausgebildet (und veranlagt) sind, um so höher die erreichbare Versammlung.

V

Vielseitigkeit – Pferdesportart mit einer Dressurprüfung, einem Geländeritt (teils mit Rennstrecke) und einer Springprüfung im Parcours.

Volte – kreisförmige Hufschlagfigur mit einem Durchmesser von 6-8 (Pferde-) Schritt (entspricht etwa derselben Meterzahl.) Voltenreiten fördert die Geschmeidigkeit des Pferdes.

W

Wendung – Übungen zur Gymnastizierung des Pferdes, z.B. Vorhandwendung, Zirkelreiten, Volten.

Woilach – alte, aber noch gebräuchliche Bezeichnung für Sattelunterlagen.


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